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Ausflüge mit Kindern auf Menorca

Durch die Felder spazieren, durch den Wald, die Schluchten oder an der Küste entlang wandern, Menorca hat viele faszinierende Orte, die man mit der Familie entdecken kann.

 

Ein Ausflug mit Kindern bietet eine gute Gelegenheit, den Charme unserer Insel kennenzulernen, im Kontakt mit der Natur zun sein und gleichzeitig gemeinsame Momente zu erleben. Beim Wandern kann man Spiele spielen wie „Ich sehe was, was du nicht siehst”, Tiere beobachten, Geräusche erraten oder nach den Schildern auf dem Weg suchen, um die Kinder anzuregen.

Vom Royal Son Bou aus haben wir einige Ausflüge ausgewählt, die man mit Kindern auf Menorca unternehmen kann:

Die Schlucht Barranco de Algendar

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Der Camino Real, eine Straße aus dem Mittelalter, die von den Menschen benutzt wurde, die mit ihren Wagen oder Pferden von Mahon nach Ciutadella unterwegs waren, führt durch die Schlucht von Algendar. Es handelt sich um eine der schönsten Landschaften Menorcas.

Der Weg ist voller Legenden, die man auf den Schildern nachlesen kann, die am Wegrand aufgestellt sind: die Legende des Kreuzes des Son Gornés, die vom Brunnen des Weiβen Rebhuhns (la Perdiz Blanca),... Jedes dieser Schilder schlägt Aktivitäten vor, die man unterwegs realisieren kann, zum Beispiel, wie die gängigsten aromatischen Kräuter, die man am Weg findet, an ihrem Geruch zu erkennen sind. Kinder werden viel Spaβ dabei haben, sie alle zu erraten.

An einigen Stellen scheinen sich die Bäume zu einem Durchgang zu beugen, um Schatten zu spenden; weiße Felsen und Steinmauern begrenzen den Weg bis zum letzten Abschnitt, der Cuesta de na Salema. Auf dem Weg muss man unbedingt zu einer Rast in der Cueva Real anhalten, die früher von den Jägern und Bauern als Unterschlupf genutzt wurde. Es handelt sich um eine prähistorische Unterkunft. Obwohl sie nicht sehr groß ist, ist es ein idealer Ort zum Hinsetzen und die kühlen Temperaturen zu genießen.

In diesem Abschnitt der Schlucht de Algendar, in Ferreries, haben Kinder viel Spaß, wenn sie die Tiere entdecken, die hier leben: die friedlichen Schildkröten am Wegesrand, die Greifvögel, die so elegant fliegen, dass sie in der Luft zu schweben scheinen, und natürlich die Kühe, die auf den grünen Weiden grasen, die um den Weg herum zu sehen sind.

Die Höhle Cova d’es Coloms

 

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Ein Ausflug, der euch bestimmt beeindrucken wird, ist eine Wanderung zur Cova d’es Coloms, in Es Migjorn Gran. Es ist die gröβte natürliche Höhle auf Menorca, 24 Meter hoch, 100 Meter lang und 15 Meter breit. Sie ist als die „Kathedrale“ bekann. Aus den archäologischen Funden geht hervor, dass sie in der talayotischen Zeit eine religiöse oder rituelle Funktion hatte.

Um zur Cova d'es Coloms zu gelangen, empfehlen wir, nach Santo Tomás zu fahren und von dort aus den Strand von Binigaus entlangzulaufen. Am Ende des Strandes kommt man zu ein paar Wassertrögen aus Stein, an denen sich der Weg zweigt: auf der einen Seite führt er weiter zur Cala Escorxada, auf der anderen Seite, nach rechts, durch die Schlucht von Binigaus. Weiter geht es auf einem schmalen Pfad, der zwischen Wäldern und Felsen innerhalb der Schlucht verläuft. Die Wegweiser zur Höhle sind nicht sehr klar und zum Teil auch einfach nur auf die Felsen gemalt. Mit den Kindern kann man ein lustiges Spiel spielen, um zu sehen, wer die Pfeile, die zum Ziel führen, als erster entdeckt.

Bevor man die Cova d'es Coloms erreicht, kommt man an der Cova de Na Polida vorbei, eine schwer zugängliche Höhle. Es ist auβerdem nicht möglich, sie ganz zu betreten, da sie geschlossen wurde, zum Schutz von einer Familie von Bussardfledermäusen, die dort lebt. Hinter der Höhle, auf der rechten Seite, kommt man auf einen Weg, den man folgen muss, und nur wenige Minuten später erreicht man die spektakuläre Cova d’es Coloms.

Das Kuriose ist, dass Cova d'es Coloms die „Höhle der Tauben“ bedeutet, denn es gibt eine natürliche Wasserstelle, an der Ringeltauben trinken und sich erfrischen.

Dieser Ausflug ist eher für Kinder ab 5-6 Jahren geeignet. Die Route ist nicht besonders schwierig, doch es gibt ein paar sehr schmale Stellen und steile Abhänge.

Und was haltet ihr davon, den Ausflug mit einem erfrischenden Bad am Strand von Binigaus zu beenden?

Die Festung Castell de Santa Àgueda

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Der Aufstieg zum Castell de Santa Àgueda ist ein Ausflug für die ganze Familie. Die Befestigung befindet sich auf einem kleinen Berg von 264 Metern Höhe und ist nur für Fußgänger zugänglich.

Etwa 3 km von Ferreries entfernt, in Richtung Ciutadella, befindet sich der Camí dels Alocs, den man etwa 4 km entlangfahren muss, bis man zur Abzweigung kommt, die zur Festung führt. Für den Aufstieg sind es etwa 1,5 km; man erreicht den Gipfel in etwas mehr als einer halben Stunde.

Die Befestigung ist das wichtigste Erbe der islamischen Zeit. Sie wurde von den Arabern auf einer römischen Festung errichtet. 1287 war sie der letzte Punkt des Widerstandes der Araber, als Alfons III. die Insel eroberte.

Derzeit sind nur noch die Überreste erhalten, doch es lohnt sich, die fantastische Aussicht auf den westlichen Teil Menorcas zu genießen.

Naturpark der Albufera de Es Grau

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Über 5.000 Hektar Land, Strände und Buchten, Lagunen, die Insel Colom, der Leuchtturm von Favàritx,... ein immenser Raum, in dem man das ursprüngliche Menorca und seine schönsten Landschaften entdecken kann. Der Parque Natural de la Albufera de Es Grau, das Herz des Biosphärenreservats.

Im Empfangszentrum Rodríguez Femenias an der Straße von Mahon nach Es Grau gibt es eine kleine Ausstellung über die verschiedenen Ökosysteme des Parks. Dort findet man auch Informationen zu den 3 Routen, die man wählen kann; alle sind leicht zu laufen, so dass man einen anregenden Familienausflug unternehmen kann.

Der erste Rundweg, Sa Gola, führt bis zum Strand von Es Grau über einen Weg, der von groβen Bäumen eingerahmt ist. Der Aussichtspunkt, der einen einzigartigen Blick auf die Albufera und die Tiere, die dort leben, bietet, ist eine seiner Attraktionen. Es ist interessant zu sehen, wie der Salzwassereintritt in die Süßwasserlagune reguliert wird. Man kann es von der Brücke aus, gleich am Anfang der Tour, anschauen.

Der zweite Weg, Santa Madrona, hat mehrere Holzwände, hinter denen man die Wasservögel ansehen kann, ohne sie zu stören. Mit nur ein bisschen Ruhe kann man sie beim Spielen in der Lagune beobachten.

Die dritte Route, Mirador de Cala Llimpa, ist eine der einfachsten. Sie endet an der Punta de na Verda, von wo aus man im Hintergrund die weiβen Häuser von Es Grau ausmachen kann. Das Observatorium den Biel, ein Holzhaus mit Zeichnungen aller in dem Gebiet lebenden Vögel, ermöglicht es, die Vögel in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen und an den Bildern zu erkennen. Kormorane, Enten in allen Farben, Wasserschildkröten,... die Kinder werden so beschäftigt sein, dass sie dort eine Weile bleiben wollen.

Die Salinen von Mongofre

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Innerhalb der Grenzen des Naturparks Albufera d'Es Grau befinden sich die Salinen Addaia und Mongofre. Zwei Salinen aus dem 19. Jahrhundert, die durch einen schmalen Landstreifen getrennt sind und seit 1990 nicht mehr genutzt werden. Es ist ein Gebiet zum Nisten und daher ein idealer Ort zum Beobachten von Vögeln.

Zu Beginn des Ausflugs muss man zunächst die kleine Ortschaft Addaia erreichen und von dort aus den Schildern des Camí de Cavalls folgen. Es ist eine einfache und flache Strecke von 3 km, auf der es nur ein leichtes Gefälle gibt, das auf dem Rückweg zum Anstieg wird.

Auf diesem Ausflug kann man Möwen, Storche, Enten und andere Vögel sehen. Es ist wichtig, weder zu schreien, noch Lärm zu machen, damit sich die Tiere nicht erschrecken. Wie viele verschiedene Arten könnt ihr erkennen? Eine originelle Idee ist es, für die Kinder ein Heft mitzunehmen, damit sie die Vögel und anderen Tiere, denen sie auf der Exkursion begegnen, malen können. Das ist auβerdem ein schönes Souvenir, das man mit nach Hause nehmen kann.

Die Steinbrüche Canteras de s’Hostal

Ruta mágica por las Canteras de S'Hostal en Menorca

Dieser eindrucksvolle Ort, der seit etwa 20 Jahren nicht mehr als Steinbruch dient, ist zu einem Raum geworden, wo man lernen kann, wie man den typischen Sandstein Menorcas bearbeitet. Die Einschnitte in den hohen Wänden, die botanischen Gärten, die Ecken im Schatten der Bäume, das Labyrinth, in dem die Kinder bei der Suche nach dem Ausgang ihren Spaβ haben,...

Eine gut ausgeschilderte Route führt die Besucher auf den bereits sanierten Wegen. Man kann das Totem sehen, eine hohe Steinskulptur, die aus den Schnitten der Steinmetze entstanden ist, und das Plätschern des Wassers im mittelalterlichen Garten hören.

Die botanischen Gärten tragen die Namen der dort vetretenen Pflanzen, die der einfachen Landschaft aus weißen und ockerfarbenen Steinen, die von den alten Steinmetzen zerkratzt zu sein scheinen, Farbe verleihen.

Darüber hinaus kann man auch das Erholungszentrum für wildlebende Tiere besuchen, das sich ebenfalls dort befindet. Es handelt sich um eine Art Tierklinik. Kinder lieben es, den Erklärungen der Pfleger zuzuhören und ihnen dabei zuzusehen, wie sie die Tiere betreuen, bis diese wieder gesund sind und in ihren natürlichen Lebensraum zurück können.

Jedes Jahr im Sommer werden zwischen den hohen Steinwänden verschiedene kulturelle Veranstaltungen organisiert: Theater, Musik,..... Es heiβt, dass die Akustik hier einmalig ist, und dass die Schatten bei Sonnenuntergang lustige Formen an die Wände werfen.

Ausflug zum Strand

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Wie wäre es mit einer Kombination aus Wandern und Strand? Die Tour zu einigen der schönsten Buchten Menorcas kann zu einem echten Ausflug werden; und, nach dem Wandern ist es wunderbar, im Meer zu baden und einen Tag am Strand zu genießen.

  • Vom Strand von Binimel·la aus zur Cala Pregonda ist es ein einfacher Weg von 30 Minuten; es gibt jedoch keinen Schatten. Cala Pregonda befindet sich im Norden der Insel und ist aufgrund ihres goldfarbenen Sandes, ihres türkisfarbenen Wassers und der Felsen, die ins Meer hineinragen, eine der spektakulärsten Buchten Menorcas.
  • Von Cala Galdana aus kann man entweder zur Cala Mitjana wandern oder, in die andere Richtung, zur Cala Macarella. Zweifellos sind dies zwei der schönsten Strände der Insel: von Vegetation umgeben, mit kristallklarem Wasser und feinem weißen Sand, sind sie ein authentisches Paradies. Darüber hinaus sind sie auch zwei der bekanntesten Badebuchten, so dass sie in den Monaten Juli und August stark besucht sind.
  • In der Gegend von Ciutadella liegt die Cala Pilar, ein Strand mit goldfarbenem Sand und klarem Wasser, umgeben von lehmhaltiger Erde. Um dorthin zu gelangen, muss man einem Weg folgen, der durch den Wald führt.

Man darf nicht vergessen, dass die naturbelassenen Strände über keine Serviceeinrichtungen verfügen, und man alles mitzunehmen muss, was man braucht.

Für diese Ausflüge ist es also sehr wichtig, viel Wasser, etwas zu Essen und Sonnenschutz mitzunehmen. Und natürlich, sowohl für Kinder als auch die Erwachsenen, geeignete Schuhe zum Wandern und bequeme Kleidung.

Früh aufstehen, in einem unserer Restaurants bei einem guten Frühstück Energie tanken und los gehts zur Erkundung von Menorca. Seid ihr bereit für ein paar authentische Abenteuer mit der ganzen Familie?

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