Kiko, dein Reiseführer

Kiko mit den Piraten auf Menorca in Calan Turqueta?

​Es heiβt, dass es eine der schönsten Strände von Menorca ist, doch alle Strände auf der Insel sind einfach traumhaft. Hier soll das Wasser so türkis sein, wie an keinem anderen Ort der Insel. Und der Sand so fein, dass man ihn fast nicht in die Hände nehmen kann, da er zwischen den Fingern hindurch rieselt. Kommst du auch mit? Wir werden Calan Turqueta besuchen.

Nach einem guten Frühstück im Hotel bereiten wir eine kleine Kühltasche mit kaltem Wasser und belegten Broten vor und fahren mit dem Auto nach Ciutadella. Zur Südküste des Stadtbezirks gehören einige der im Sommer meistbesuchten Strände. Daher ist der Weg zu ihnen mit elektrischen Hinweistafeln ausgeschildert, die anzeigen, ob es noch freie Parkplätze in der Nähe gibt.

Bäume umarmend

Da es bereits September ist, ist es kein Problem, und wir kommen ganz leicht in Calan Turqueta an. Im Juli und August ist das wesentlich schwieriger, denn der Strand ist sehr beliebt und meistens gut besucht.

nullNun heiβt es erst einmal laufen. Wir gehen ohne Eile zwischen den Bäumen entlang, während mein Freund Pedro um sie herum tanzt:

  • „Wer macht ein Foto von mir, wie ich einen Baum umarme? Sie riechen so gut und geben uns viel Energie,” ruft er uns zu.

  • „Du siehst wie ein Bär aus, der versucht, die Kiefer hochzuklettern,” rufe ich ihm lachend zu, während ich Fotos von ihm schieβe und er lustige Grimassen schneidet.

Sind wir im Paradies angekommen?

Bald schon sehen wir das Meer unter der leuchtenden Sonne schimmern. Und jetzt begreife ich auch, warum es einer der meistbesuchten Orte Menorcas ist. Calan Turqueta ist ein Naturstrand, der zwischen den Bäumen des Weges anfängt und von weiβen Steilküsten geschützt ist.

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  • „Das ist das Paradies!” ruft Miguel mit weit aufgerissenen Augen.

  • „Das Wasser ist so klar, dass man den Meeresgrund von hier aus sehen kann,” versichert Pedro, der bereits dabei ist, sein T-Shirt auszuziehen.

  • „Los, lasst uns baden,” rufe ich, während ich zum Ufer laufe.

Woher weht der Wind?

Wir tauchen und bestaunen die Fische, die ruhig im Wasser schwimmen und neugierig auf uns zukommen. Vom Meer aus sieht die Bucht einfach umwerfend aus. Die Schlucht führt bis zum Strand, der von grünen Kiefern und weiβen Felsen eingerahmt ist. Es ist wie auf einer Postkarte!

  • „Die Bucht ist gut geschützt vor dem Nordwind,” sagt Miguel.

  • „Aber wenn der Wind vom Süden her kommt, dann bilden sich bestimmt auch einige Wellen auf dem Wasser,” bemerkt Pedro.

  • „Daher ist es so wichtig, zu schauen, von woher der Wind weht, bevor man sich entscheidet, an welchen Strand man zum Baden fährt,” füge ich hinzu.

Die Bucht hat die Form eines Halbmondes, der an zwei Punkten endet: Na Foradada und Tambors. Und, auch wenn sie sehr klein ist, scheint sie aufgrund von einigen flachen Felsen, die sich fast genau in der Mitte befinden, in zwei geteilt zu sein.

Die Wälder des Camí de Cavalls

Während wir uns auf dem fast weiβen Strand liegend ausruhen, betrachten wir die Landschaft.

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  • „Schaut, da ist der Camí de Cavalls. Von hier aus können wir zu den Stränden von Son Saura wandern. Wir sollten einen Ausflug vorbereiten, um sie kennenzulernen,” bemerke ich.

  • „Und auf der anderen Seite können wir bis nach Macarelleta und Macarella gehen,” erklärt Pedro.

  • „Dieser Abschnitt vom Camí de Cavalls ist dicht belaubt, mit frischen Kiefernwäldern. Der ganze Bereich ist geschützt und naturbelassen,” erklärt uns Miguel, der mit dem Lebensretter gesprochen hat.

Die Piraten kommen!

Er hat ihm erzählt, dass in dieser Bucht die türkischen Piraten anlegten, als sie vor über 400 Jahren Menorca überfielen. Erinnerst du dich an den Obelisken in Ciutadella, der an den Widerstand der Bevölkerung gegen die Piraten erinnert? Es handelte sich dabei um türkische Piraten, wie der berühmt berüchtigte Barbarrossa, der Mahón überfiel.

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  • „Und deswegen heiβt die Bucht Turqueta?” fragt Pedro.

  • „Und ich dachte, sie hieβe so wegen ihres türkisfarbenem Wassers,” sage ich.

Ein Ausflug im Kajak

Ein paar junge Leute neben uns haben uns ihre Kajaks überlassen, und so machen wir einen kleinen Ausflug paddelnd um die Bucht herum. Zwischen den Felsen sind einige Höhlen zu sehen und Überreste von kleinen Unterkünften, die die Menorquiner gebaut haben, um dort die Sommertage in der Natur zu verbringen.

  • „Wie gern würde ich hier wohnen, so nahe am Meer, und inmitten dieser Landschaft,” schwärmt Miguel.

  • „Also ich wohne ganz nah am Meer, in Son Bou, mit einem groβen Strand und einer Schlucht ganz in der Nähe,” erzähle ich freudig.

Die hohen Felswände lassen die Sonne schon nicht mehr durch, obwohl es noch gar nicht so spät ist. Wir packen unsere Rucksäcke, um wieder zurück zum Parkplatz zu gehen. Auf dem Weg zum Club Kikoland überlege ich mir, dass die Strände im Süden von Menorca einen ganz besonderen Reiz haben. Mit ganz klarem Wasser! Aber die Nordküste, mit ihren leuchtenden Farben, goldenem Sand und dunkelblauem Meer, liebe ich einfach!

Was für ein Dilemma! Und wie ist es mit dir? Welche Strände gefallen dir am meisten? Erinnerst du dich an unseren Ausflug zur Cala Pregonda? Magst du lieber die Nord- oder die Südküste Menoras?


GRUNDDATEN

  • Von Son Bou bis nach Ciutadella sind es 40,7 km und von dort aus bis nach Calan Turqueta 10 km.

  • Es fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel dorthin.

  • Bis nach Ciutadella geht es einfach über die Hauptlandstraβe. Von dort aus geht es über die südliche Stadtumgehung (Ronda Sur) in Richtung Camí de Sant Joan de Missa. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert.

  • Es sind Tafel aufgestellt, die anzeigen, ob auf dem Parkplatz, der etwa 1 km von der Bucht entfernt ist, noch Plätze frei sind.

  • Im Juli und August ist es besser, ganz früh oder am späten Nachmittag nach Calan Turqueta zu fahren. Man sollte jedoch daran denken, dass der Strand am Nachmittag wegen der hohen Steilküste im Schatten liegt.

  • Im Sommer gibt es auf dem Parkplatz eine kleine Bar, an der man Getränke und belegte Brote kaufen kann.

  • Denk daran, dass sich die Bucht in einem Naturschutzgebiet befindet.

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