Kiko, dein Reiseführer

Was hat Kiko in der Albufera von Es Grau auf Menorca gesehen?

Weiβt du, was eine “albufera” ist? Das ist eine Lagune, die sich in Küstennähe befindet und an einigen Stellen mit dem Meer in Verbindung steht. Daher ist das Wasser eine Mischung aus Süβ- und Salzwasser. Heute werde ich den Naturpark der Albufera de Es Grau besuchen.

Käfer und Schlangen

Das erste, was wir machen, ist ein Halt im Interpretationszentrum des Parks; dort empfängt uns Lorena. Sie zeigt uns die Ausstellung der Tiere und Pflanzen, die wir in der Albufera sehen werden. Wir sehen Nachbildungen von Käfern, Fischen, Mardern, Schlangen,... Es macht viel Spaβ!

nullSie erklärt uns auch, dass wir in dem Park drei verschiedene Rundgänge machen können:

  • Ich empfehle euch den Weg de La Gola (Schlund). Die Strecke ist relativ eben, es gibt dort viele Bäume, und es ist angenehm, bei dieser Hitze im Schatten spazieren zu gehen. Der Weg endet auβerdem am Strand, und ihr könnt zur Abkühlung im Meer baden, empfiehlt uns Lorena.

  • Perfekt!, antworte ich ihr. Ich habe Badehose und Handtuch mitgenommen und bin also bestens vorbereitet!

Das Meerwasser tritt in die Lagune ein

Wir fahren bis nach Es Grau, im Norden Menorcas. Dort lassen wir das Auto stehen und nehmen den Weg zum Eingang in den Naturpark. Dort ist die Lagune. Sie ist sehr groβ, 2 Kilometer lang.

Und dort ist die Brücke, die über die Lagune führt. Unter ihr befindet sich eins der Schleusentore, die das Meerwasser durchlassen. So werden Sauerstoff und Salzgehalt der Lagune reguliert, und die Fische können hinein- und hinausschwimmen. Wir sehen viele, einige von ihnen sind sehr groβ. Sie werden “lisas” (Meeräschen) genannt und schwimmen zwischen den beiden Wassern.

nullVon oben betrachten

Wir folgen dem Weg, der über einen Holzsteg führt. Er geht über der Vegetation entlang, um diese zu schützen. Wir kommen an einem der Aussichtspunkte, von dem aus wir die Landschaft anschauen können. Schilder zeigen an, dass es verboten ist zu schwimmen und zu angeln. Na gut, man darf Aale angeln, jedoch nur im Winter, und man braucht eine spezielle Erlaubnis dafür.

null​Jetzt gehen wir einen steinigen Weg hinauf, der uns zu einem anderen Aussichtspunkt führt. Ganz oben sind farbige Kacheln angebracht, auf denen die Vögel, die von hier aus zu sehen sind, erklärt werden. Von hier aus kann man auch den Monte Toro sehen. Erinnert ihr euch an den Ausflug, den wir zu seinem Gipfel gemacht haben?

Schmetterlinge und Schildkröten

Die Albufera de es Grau ist 70 Hektar groβ; der ganze Naturpark bedeckt eine Fläche von mehr als 5.000 Hektar. Es ist ein Naturschutzgebiet, da es die Wohnstätte von vielen Tieren und Pflanzen ist. Vögel kommen aus dem Norden Europas hierher, um zu überwintern. Sie mögen das Klima von Menorca.

Andere leben hier das ganze Jahr über, wie die Enten und Adler. Wenn der Herbst beginnt, gibt es hier Reiher, die auf ihren langen Stelzen durch die Lagune waten. Und natürlich gibt es viele Schildkröten im Park und Schmetterlinge. Die gibt es in allen Farben.

Zwischen den Bäumen rufen die Eulen

Der Weg ist bezaubernd; durch den Schatten der Bäume erfrischt uns eine leichte Brise. Wir bleiben stehen und lauschen einem Geräusch. Es ist der Ruf eines Uhus. Wir können ihn nicht sehen, aber er ist dort, zwischen den Ästen der groβen Kiefern.

nullSchon beginnt es nach Meer zu riechen. Der Boden, der gerade noch erdig war, wird langsam immer sandiger. Ich glaube, wir nähern uns dem Strand.

Die Farbe des Meeres bringt mich immer wieder ins Staunen

Da ist es. Wir folgen einen Augenblick dem Camí de Cavalls, denn wir möchten von oben aus die Bucht von Es Grau und die darum liegenden Dünen sehen. Die Farbe des Meeres ist hinreiβend. Es hat viele verschiedene Blautöne, und auch wenn ich es fast jeden Tag sehe, kann ich nie genug davon bekommen.

Aber jetzt! Wir ziehen unsere Badeanzüge an, und es geht ab ins Wasser! Es ist einfach toll! Ein Kormoran hat sich unserer Freundin Magda angenähert. Sie spritzt mit Wasser nach ihm, damit er wegschwimmt. Aber ich glaube, dass sie ihm gefällt, denn er rückt nicht von ihrer Seite und folgt ihr fast bis zum Ufer.

Weiβt du, was ein Biosphärenreservat ist?

1993 wurde Menorca zur „Reserva de la Biosfera“ (Biosphärenreservat) erklärt, da es verstanden hatte, seine Gebiete zu schützen, und die Bewohner der Insel dazu beitragen, die natürliche Umwelt zu erhalten.

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Der Naturpark der Albufera de Es Grau umfasst alle verschiedenen Szenarien: Meer, Land, Steilküsten, bewirtschaftete Felder und Weideland für die Tiere,... Ein Besuch dieses Ortes trägt dazu bei, Menorca besser kennenzulernen.

Und deswegen werde ich wiederkommen. Ich möchte alle Rundwege, die durch die verschiedenen Zonen des Parks führen, kennenlernen. Ich möchte bis zum Leuchtturm von Favàritx laufen, die Taula und die archäologischen Überreste sehen, und … wieder am Strand im Meer baden. Ob mir der Kormoran wohl bis zum Club Kikoland folgen wird und ich ihn meinen Freunden zeigen kann? Hast du schon einmal einen Kormoran gesehen? Und hast du schon die Albufera de Es Grau besucht?


GRUNDDATEN:

  • Das Interpretationszentrum vom Naturpark der Albufera de Es Grau befindet sich bei km 3,5 auf der Landstraβe von Maó nach Es Grau.
  • Von Son Bou bis Es Grau sind es 26 km, über Alaior und Maó. Es gibt keine direkten öffentlichen Verkehrsmittel dorthin.
  • Der Eintritt ist für alle Rundwege gratis.
  • Die 3 Rundwege, die angeboten werden, sind alle leichten Schwierigkeitsgrades:
    • Sa Gola: 1,7 km, die in 45 Minuten auf ebenem Weg geschafft werden.
    • Aussichtspunkt Cala Llimpa: 1,7 km, 40 Minuten ebene Strecke.
    • Santa Madrona: 2,8 km ebene Strecke. Dauer: 60 Minuten hin und zurück.
  • Denk daran, bequemes Schuhwerk zum Laufen, Sonnenmütze und Wasser mitzunehmen. Und Badeanzug, denn der Strand gehört zum Naturpark dazu.
  • Um zu verhindern, dass die Tiere, die dort leben gestört werden, sind Hunde im Park nicht gestattet.
  • Respektiere die Naturlandschaft, die du besuchst.
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