Ausflug nach S'Arangí und Indianerfelsen in Mercadal, Menorca

Kiko, dein Reiseführer

Was lernt Kiko im Wald von S'Arangí auf Menorca?

Heute machen wir einen Ausflug. Cuqui hat mich zum Picknicken nach S'Arangí eingeladen. Es sagt, es gäbe dort einen schönen Wald, und wir würden den Indianerfelsen (Peña del Indio) sehen und sehr viel Spaβ haben. Auf, zum Packen der Rucksäcke!

S'Arangí ist ein öffentlicher Gutshof, ganz in der Nähe von Es Mercadal. Es gibt dort 3 Rundgänge unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade: grün, blau und rot. Schon sind wir auf dem Parkplatz angekommen und betreten das Gelände. Auf einem Schid werden die Rundgänge erklärt.

Hier gibt es Holztische und -bänke. Cuqui und ich setzen uns erst einmal hin, um zu entscheiden, wo wir langwandern möchten.

  • Der grüne Weg ist ganz einfach, und dort gibt es einen Picknickplatz zwischen den Bäumen. Da können wir spielen und unsere belegten Brote essen, sagt Cuqui. Die rote Strecke ist zu schwierig.

  • Lass uns den grünen Weg nehmen und auf dem blauen wieder zurückwandern. Dem Schild zufolge muss man einige Felsen hochklettern, bevor man an eine Stelle am Fuβe des Indianerfelsens kommt. Was hälst du davon?, frage ich ihn.

  • Ok!, antwortet Cuqui und trinkt noch schnell einen Schluck Wasser, bevor wir losziehen.

nullKiefern und Steineichen

Es ist sehr angenehm, im Schatten der Bäume zu wandern. Wir springen über das niedrige Gebüsch und gehen zwischen den Felsen entlang. Wir entdecken eine Höhle, in der wir beide gerade eben sitzend hineinpassen. Cuqui will dort bleiben und übernachten, so als wären wir richtige Pfadfinder. Was für eine Idee! Ich bin mir sicher, dass er davonlaufen wird, sobald es anfängt dunkel zu werden!

Wusstest du, dass ein Drittel des Festlandes unseres Planeten Wald ist? Auf Menorca gibt es viele Kiefern und Steineichen. Das sind Bäume, die sehr gut an das milde Mittelmeerklima angepasst sind.

Die Wipfel der Steineichen lassen die Sonne kaum durch, so dass die Erde feucht bleibt. Das ist ideal für das Wachsen von Pilzen. Der Herbst hat bereits begonnen, und bald schon werden wir mit unseren Freunden vom Club Kikoland welche sammeln und zubereiten können. Lecker, lecker!

nullDie Felsen besteigend

Wir kommen am Picknickplatz an. Er heiβt „Naturschutzgebiet“ und ist der ideale Ort zum Ausruhen. Cuqui hat groβen Hunger auf sein belegtes Brot, aber wir essen auch unser Obst auf, das wir in unseren Rucksäcken mitgenommen haben.

Von hier aus können wir wieder zurückgehen oder den blauen Rundgang fortsetzen. Man muss zwischen den Felsen hochklettern; es scheint schwierig zu sein, doch es ist nicht gefährlich. Der Weg ist sehr gut mit Holzpfosten in der Farbe des Rundgangs gekennzeichnet.

Bis jetzt haben wir noch niemanden gesehen, doch jetzt hören wir Stimmen. Wir kommen näher und sehen ein paar junge Leute, die die groβen Felsen hochklettern. Einer von ihnen ist sehr erodiert und hat viele Löcher. Sie werden „Bienennester“ genannt, und die Kletterer können sich an ihnen gut festhalten, um Händen und Füβen Halt zu geben und weiter hochsteigen zu können.

nullDer Indianer von 400 Jahren

Sie sind beinahe beim Kopf des Indianers angekommen. Von hier unten kann man ihn wegen der vielen Bäume nicht gut sehen; von der Landstraβe aus ist der Kopf des Indianerhäuptlings mit seinem Federschmuck jedoch ganz deutlich zu erkennen.

Wir befinden uns in einer Art Bergpass, zwischen senkrechten Wänden aus rotem Stein. Das gesamte Gelände aus Steinen und Felsen ist mehr als 400 Jahre alt. Der Indianer befindet sich hier also schon seit geraumer Zeit und hat sich zu einer weiteren Sehenswürdigkeit der Insel entwickelt. Von hier aus, fast genau gegenüber, sehen wir den Gipfel des Monte Toro, den höchsten Berg Menorcas.

Ein Hubschrauber verabschiedet uns

Nun geht es den ganzen Weg nur noch bergab, und wir kommen an derselben Stelle an, von der wir losgezogen sind. Ganz in der Nähe sehen wir einen gelben Hubschrauber abheben, der einen unheimlichen Krach macht. Das ist der Naturschutzdienst. Bestimmt machen sie eine Runde über ganz Menorca, um zu kontrollieren, dass alles in Ordnung ist.

nullDie Wälder schützen

Der Rundgang ist zu ende. Wir haben alle Schilder auf dem Weg gelesen und viel über die Wälder gelernt, und wie sie den Sauerstoff produzieren, damit die Luft, die wir einatmen, besser ist. Daher müssen wir die Wälder schützen und mit Respekt behandeln: keine Äste von den Bäumen reiβen, kein Feuer machen,...

Bevor wir zum Hotel Royal Son Bou Family Club zurückkehren, gehen wir zum Aussichtspunkt, von dem aus man den Indianerfelsen sehen kann. Es ist beeindruckend. Er steht auf einer Erhebung, die „Puig Mal“ genannt wird, umgeben von grünen Bäumen und Felsen, die über das Gebüsch hinausragen.

Warst du schon einmal in einem Wald? Möchtest du einen kleinen aber sehr schönen Wald kennenlernen? Bereite dir ein Picknick vor, und dann machen wir einen Spaziergang durch den Wald von S'Arangí.


GRUNDDATEN

  • S'Arangí befindet sich 13 km von Son Bou entfernt.

  • Man gelangt nur über die Hauptlandstraβe von Es Mercadal in Richtung Mahón dort hin. Nach 2 km sieht man die Einfahrt zum Parkplatz auf der rechten Seite. Er ist gut ausgeschildert.

  • Es fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel dort hin.

  • S'Arangí hat 3 Rundgänge:

    • blau: 446 Meter, die man in 20 Minuten ablaufen kann,

    • grün: 488 Meter, 30 Minuten zum Wandern,

    • rot: 2.116 Meter, die in etwa 90 Minuten geschafft werden können.

  • Die Rundwege sind mit Holzpfosten in den entsprechenden Farben gekennzeichnet. Wenn du ihnen folgst, kannst du dich nicht verlaufen.

  • Der grüne und blaue Rundweg sind für Familien geeignet. Nur ein kleiner Anstieg auf dem blauen Weg fällt kleinen Kindern etwas schwerer.

  • Die rote Route ist etwas komplizierter, da sie bis zum Gipfel des Berges Puig Mal führt. Sie ist für kleine Kinder nicht geeignet.

  • Denke daran, festes Schuhwerk und Wasser mitzunehmen.

  • Respektiere die Umwelt.

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