Wie tanzen die Stare in Son Bou?

Kiko, dein Reiseführer

Wie tanzen die Stare in Son Bou?

​Wenn es Herbst wird, kommen sie nach Menorca und vollführen in Son Bou eines der eindrucksvollsten Spektakel, die ich je gesehen habe. Es sind die Stare. Vögel, die in riesigen Schwärmen mobile Figuren am Himmel formen. Hast du sie schon einmal gesehen?

 

Für heute haben wir einen Ausflug in Son Bou vorbereitet. Ganz in der Nähe vom Hotel Royal Son Bou Family Club befindet sich eins der wichtigsten Feuchtgebiete Menorcas. Erinnert ihr euch, als wir zu Pferde durch die Aue von Son Bou ritten? Damals ermahnte uns der Begleiter, ganz leise zu bleiben, da es sich um ein Gebiet handelt, in dem viele Vögel ihre Nester bauen. Genau dort will ich heute mit einer Gruppe von Freunden hin.

Warum kommen sie nach Menorca?

Die Stare kommen aus der Mitte und dem Norden Europas und fliegen weiter bis nach Afrika, wo sie überwintern. Sie mögen es nicht gerne kalt. Wenn sie an Menorca vorbeikommen, bleiben sie für einige Zeit in Son Bou und in der Gegend von Ciutadella. Dort können wir jedes Jahr ihre spektakulären Tänze in der Luft beobachten:

  • „Warum machen sie das?” fragen sie mich.
  • „Eigentlich weiβ das keiner so genau. Manche sagen, da sie so klein sind, fühlen sie sich in groβen Gemeinschaften sicherer. Hast du schon gemerkt, dass sie zusammen manchmal wie ein riesiger fliegender Drache aussehen?“ antworte ich ihnen.
  • „Ja, manchmal erschrecken sie einen, aber sie fliegen immer sehr harmonisch zusammen. Das muss ziemlich schwierig sein,” bemerken einige, während wir in den Himmel schauen.

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Hast du sie in Son Bou zwitschern gehört?

Im Prat von Son Bou haben sie einen idealen Ort gefunden: hier gibt es viele Pflanzen und Wasser. Schon hören wir sie. Es scheint, als würden sie pfeifen, und ab und zu lassen sie eine Art Schnalzen hören. Es ist ein sehr merkwürdiger Gesang. Wir bleiben alle stehen, damit sie sich nicht erschrecken, denn bei jedem noch so geringen Geräusch fliegen sie sofort davon.

  • „Ich habe eine Idee! Bevor es dunkel wird, gehen wir zur Basilika. Von dort aus können wir gut sehen, wie sie fliegen,” schlage ich vor, und alle stimmen zu.
  • „Ja, wir werden sehen, wie die Sonne untergeht, während der Himmel sich mit tanzenden Staren füllt,” bemerkt einer meiner Freunde, der ein groβer Archäologiefan ist.
  • „Ok, lasst uns am Strand entlang gehen. Das ist schöner,” sage ich und laufe los.

Kennst du die Kirche vom Strand von Son Bou?

Die frühchristliche Basilika von Son Bou ist eins der ältesten religiösen Gebäude, das es auf Menorca gibt. Man schätzt, dass sie von den ersten Christen gebaut wurde, die es auf Menorca gab: eine Gemeinschaft von Mönchen, im V. Jahrhundert.

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Es sind nur noch Überreste von ihr da, denn sie wurde von den Normannen in Brand gesetzt, die 300 Jahre später nach Menorca kamen. Danach lebten hier die Araber, die den Strand von Son Bou „Al Kenise” nannten, was im Arabischen „christliche Kirche” bedeutet.

  • „Da sind wir schon. Ich bin sehr oft hier. Die Basilika befindet sich ganz in der Nähe vom Club Kikoland. Der Weg dorthin ist sehr schön, und die Sonnenuntergänge, die von hier aus zu sehen sind, sind einfach atemberaubend,” erzähle ich ihnen.

Zwischen den Ruinen

Wir sehen ein Taufbecken, das in Stein gehauen ist und die Form eines vierblättrigen Kleeblatts hat, Überreste von Gräbern und die Säulen, die die Basilika stützten.

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Wir setzen uns auf die Felsen und sehen, wie die Stare in kuriosen Formationen fliegen:

  • „Erst sehen sie wie ein Flugzeug aus, und jetzt kommen sie als ein Pfeil auf uns zu,” rufe ich begeistert aus.
  • „Ich versuche Fotos zu machen, aber sie bewegen sich so schnell!” bemerkt einer der Gruppe, der auf eine Mauer geklettert ist.

Gehen wir zur Nekropole oder zur Römerstraβe?

Die Stare nähern sich der Steilküste, und wir sehen zu den Höhlen hinüber. In einer von ihnen leben unsere Freunde Troglo und Dita. Die anderen Höhlen sind Teil einer prähistorischen Nekropole. Erinnert ihr euch an unseren Ausflug nach Cala Morell?

Diese Höhlen hier sind etwas kleiner. Aber auch sie wurden dazu benutzt, die Toten zu begraben. Ganz in der Nähe befinden sich die Überreste einer Römerstraβe, die von den verschiedenen prähistorischen Siedlungen nach Son Bou führte.

Warum waren sie so gerne in Son Bou? Weil es sich um ein Gebiet handelt, das zwischen Steilhängen liegt und viel Wasser und Vegetation aufweist. Deswegen gefällt es hier auch unseren Staren so gut. Und warum magst du Son Bou? Weil hier der längste Strand von Menorca ist?

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GRUNDDATEN

  • Son Bou ist eine Feriensiedlung im Süden von Menorca, mit einem groβen Strand und einem kompletten Serviceangebot.
  • Im Prat von Son Bou und bis zur frühchristlichen Basilika zu spazieren birgt keinerlei Schwierigkeiten. Der Zugang ist leicht und der Weg ebenso.
  • In jedem Fall ist es empfehlenswert, Schuhe anzuziehen, mit denen man über Steine laufen kann. Wenn man Wasser und etwas zu essen mitnimmt, kann man darüber hinaus ein Picknick in der freien Natur genieβen.

 

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