Kiko, dein Reiseführer

Entdecke mit Kiko die Geheimnisse, die die mysteriösen Geschichten Menorcas in sich bergen

​Wenn jemand sagt, Menorca sei eine magische Insel, dann muss ich immer an die geheimnisvollen Legenden denken. An die, die man sich leise erzählt, und die einem in Ungläubigkeit und Staunen versetzen. Ist das nun das fantastische oder das reale Menorca? Wir werden es gemeinsam erfahren, denn heute werde ich euch eine solche Geschichte erzählen.

 

Vor vielen, vielen Jahren befand sich ganz in der Nähe des Royal Son Bou Family Club eine kleine Stadt, Sa Canessia. Habt ihr sie gesehen? Nein, natürlich nicht. Denn sie wurde vom Meer überschwemmt, das einst soweit anstieg, dass es die Stadt vollkommen überflutete. Doch es gibt sie noch immer. Auf dem Meeresgrund vor Son Bou befinden sich ihre Überreste.

Eine alte Stadt Menorcas

Stimmt das? Es scheint so. Archäologen sind in dem betreffenden Bereich getaucht und berichten, dass Säulen und parallele Straβenzüge, die mit groβen Steinquadern gebaut wurden, zu sehen sind. Aus der Luft, etwa 300 Meter entfernt vom Strand, in 15 Metern Tiefe, sind die Umrisse dieser Ruinen zu erkennen. Viele wurden im Laufe der Zeit vom Neptungras überwuchert. Und alle befinden sich unweit der frühchristlichen Basilika von Son Bou.

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  • „Ich habe viele Meere befahren und unzählige Geschichten über untergegangene Städte gehört. Warum kannte ich diese noch nicht? Wer waren ihre Bewohner?” möchte Hooky wissen.
  • „Und wohin begaben sie sich, als ihre Stadt unterging? Und warum verschwand sie?” fragt Cuqui mit weit geöffneten Augen.

Jacques-Yves Cousteau auf Menorca

Im XX. Jahrhundert kam der berühmte Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau mit seinem Forschungsschiff, der Calypso, nach Menorca und ankerte vor Son Bou, um den Strand und die überflutete Stadt zu ergründen.

Archäologen, wie der Menorquiner Josep Mascaró Pasarius, haben die Mauern der untergegangenen Stadt Sa Canessia untersucht. Aus Schriften des XVIII. Jahrhunderts hatte man von der untergegangenen Stadt erfahren.

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Journalisten, die eine Fernsehsendung über die Inseln machten, tauchten vor Son Bou und haben Bilder von der Steinstruktur auf dem Meeresboden aufgenommen.

Wer kennt die Geheimnisse von Sa Canessia?

Doch, wer lebte in Sa Canessia? Und wie lebten die Leute dort? Niemand weiβ es. Es ist und bleibt ein Mysterium, genauso wie das Ereignis, das die Überflutung der Stadt hervorrief.

Ich kann Cuqui und Hooky auf ihre Fragen keine Antwort geben, denn die versunkenen Ruinen im Meer vor Son Bou sind nur sehr wenig erforscht. Einige sagen, dass es sich lediglich um einen „natürlichen Effekt“, der vom Meeresboden ausgeht, handelt. Doch alle, die vor Ort getaucht sind, haben die groβen Steine gesehen und sind sich sicher, dass dort eine Stadt gewesen ist. Wie ging sie unter? Wann fand dieses geologische Ereignis statt, das so weitreichend war, dass es eine ganze Stadt im Meer versinken lieβ?

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Vielleicht wird man es nie erfahren. Währenddessen schlafen die Reste von Sa Canessia unter Wasser und warten darauf, dass ihr Geheimnis gelüftet wird.

Leuchtende Türme ragen aus dem Meer vor Menorca

Ist es möglich, dass es zwei untergegangene Städte vor Menorca gibt? Einer Legende zufolge haben in Ciutadella alte Fischer in Vollmondnächten groβe Türme gesehen, die aus dem Wasser ragen. Der Mond spiegelt sich in ihnen wider, und sie rufen Angst und Faszination in denen hervor, die sie sehen.

Doch ist es wirklich nur eine Legende? Eine Geschichte, die man den Kindern erzählt? Vielleicht nicht.

Man erzählt von einer groβen Stadt, die man über den Landweg erreichte. Ganz in der Nähe von Ciutadella befindet sich eine Höhle von groβem Ausmaβ, mit einem See, Stalaktiten und Stalagmiten in ihrem Inneren. Es handelt sich um die Cova de s'Aigo; sie könnte der Eingang zu der geheimnisvollen Stadt Parella gewesen sein.

Ein Schatz in der Lagune

In dem groβen See dieser Höhle wurden Reste von Keramiken und Glasstücke gefunden. Man glaubt, dass es sich um eins der Verstecke der Piraten handelt, die vor Jahrhunderten Menorca unsicher machten.

Es heiβt auch, dass es eine Reihe von unterirdischen Gängen gibt, die in die Stadt Parella führen. Ist schon einmal jemand dort gewesen? Nein. Zumindest hat es noch niemand berichtet.

Die Legende der Stadt Parella

Dieser Legende zufolge waren die beiden Inseln Menorca und Mallorca früher durch eine Landzunge miteinander verbunden. Diese wurde jedoch vom Teufel besetzt, weswegen Gott sie in die tiefsten Tiefen des Meeres versinken lieβ.

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Die Seeleute glauben, dass die Bewohner Parellas weiterhin unter Wasser leben. Sie sagen, dass, -wenn man am Johannistag, dem 24. Juni, in Ciutadella ist und gegen Westen schaut-, man die Stadt aus dem klaren Wasser von Menorca auftauchen sieht. Und, wenn man aufmerksam hinhört, ist auch das Läuten der Glocken in den Türmen zu hören.

Nur der Zufall wird den Zauber brechen

In der Geschichte wird ausdrücklich erwähnt, dass, -wenn sich durch Zufall 7 Frauen mit dem Namen Juana und 7 Männer mit dem Namen Juan an diesem Tag am Meeresufer treffen-, der Zauber bricht, und die Stadt Parella aus den Tiefen wieder auftaucht, samt ihrer Bewohner.

  • „Hast du schon einmal diese Glocken läuten gehört, Hooky?” fragt Cuqui. „Du bist doch schon oft vor Ciutadelle geschippert.”
  • „Ich habe von der Geschichte gehört, aber ich habe die Türme noch nie gesehen und auch noch nie die Glocken läuten gehört. Wie unheimlich! Ich glaube, ich würde mich so schnell es geht aus dem Staub machen,” erwidert Hooky.

Nun gut, jetzt wird die Cova de s'Aigo erforscht, denn sie ist einfach faszinierend. Sie soll dem Publikum zugänglich gemacht werden, damit wir alle diesen ursprünglichen, unterirdischen Raum bewundern können. Kommt ihr mit, sie zusammen mit mir zu besuchen?

Wie ihr sehen könnt, gibt es auf Menorca eine Reihe von geheimnisvollen und rätselhaften Geschichten. Alle haben eine fiktive und eine reale Komponente. Eines Tages werden wir die Geheimnisse, die die Tiefen Wasser der Insel beherbergen, lüften. Kennst du noch andere Geschichten von Menorca? Welche gefällt dir am besten?

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