Kiko, dein Reiseführer

Mach mit Kiko und Hooky eine Schiffsrundfahrt durch den Hafen von Mahón in Menorca

Wir sind bei der kleinen Meerjungfrau und schauen uns das Meer vom Ufer des Hafens von Mahon an. Mein Opa erzählte mir alte Geschichten, in denen die Meerjungfrauen mit ihren Melodien die Seefahrer anlockten, um sie bei Gewitter und Stürmen sicher an Land zu führen. Hooky sagt, dass er einige zwischen den Felsen mit den Fischen spielend gesehen hat.

Wie ihr seht, sind wir heute zum Hafen von Mahon gefahren. Hooky hatte grosse Lust, diesen eindrucksvollen Naturhafen zu sehen. Wusstest du, dass es der grösste Hafen des Mittelmeers ist, und der zweitgrösste in Europa? Er ist über 6 Kilometer lang und liegt im Osten Menorcas vor Mahon und Es Castell.

Eroberungsschlachten

In der Geschichte war dieser Hafen Schauplatz vieler Schlachten, da vor mehr als 200 Jahren Spanier, Engländer und Franzosen versuchten, ihn zu erobern, um Verkehr und Handel im Mittelmeer zu kontrollieren und um einen sicheren Ort für ihre Schiffe zu haben. Der Hafen von Mahón befindet sich im Zentrum des Mittelmeers und ist gegen die starken Nordwinde sehr gut geschützt.

Von diesen Schlachten und von den Jahren, in denen Menorca dem Vereinten Britischen Königreich angehörte, sind in diesem spektakulären Hafen noch eindrucksvolle Spuren zu entdecken.

Das Erbe der Engländer

Wir sind auf das Schiff des Yellow Catamaran gestiegen, um den Hafen vom Meer aus kennenzulernen. Abfahrtspunkt ist die östliche Anlegestelle, gegenüber der Marinebasis, die die Engländer im 18. Jahrhundert erbauten. Daneben, die “Isla Pinta”, die durch eine Holzbrücke mit der Base verbunden ist. Auf ihr werden alte Schiffe restauriert.

Richtung Hafenmündung fahrend, schauen wir zurück und sehen die Stadt Mahón hoch oben auf den Felsen, und auf der gegenüberliegenden Seite, die kleinen Häuser des Nordufers. Schon bald kommen wir zur Isla del Rey (Königsinsel), die so heisst, weil von ihr aus König Alfons III ausschiffte, als er Menorca im Jahr 1287 eroberte. Die Engländer bauten hier ein Krankenhaus, das immer noch existiert, auch wenn es nicht mehr funktioniert. Hooky, der auf einem britischen Schiff fuhr, erzählt mir, dass die Engländer diese Insel “Bloody Island” (Blutige Insel) nannten, da in dem Krankenhaus die in den Seeschlachten verletzten Soldaten versorgt wurden.

Liebe und Gespenster

Das englische Erbe kann an den rot angemalten Häusern und den grünen Fenstern bewundert werden, die wir vom Meer aus sehen.

Der Führer des Yellow Catamarans sagt, dass wir das Nordufer anschauen sollen. Dort sehen wir eins dieser Häuser. Es heisst Golden Farm (die goldene Farm), und der Legende zufolge hatte der berühmte Admiral Nelson der britischen Marine dort eine Romanze mit Lady Hamilton.

Hooky zeigt mir ein anderes Haus im englischen Stil, das von Admiral Collingwood, der Kommandant der englischen Flotte im 18. Jahrhundert. Jetzt ist es ein Hotel, in dem der Legende zufolge noch immer das Gespenst des Admirals umhertreibt.

Die Quarantäneinsel

Wir erreichen das Lazarett. Diese Insel war früher mit dem Festland verbunden, aber diese Verbindung wurde durchbrochen, um sie komplett zu isolieren. Ihre Funktion war es, die Menschen und Waren, die vom Meer her kamen und unter Verdacht standen, ansteckende Krankheiten zu haben, zurückzuhalten. Daher nennt sich die Insel auch Quarantäneinsel, da die Kranken und die infizierten Waren jeweils 40 Tage lang hier versorgt wurden.

Verteidigung Menorcas

Wie wir bereits erzählt haben, ist die Geschichte des Hafens von Mahón voller Schlachten und Kämpfe. Hooky erinnert mich daran, dass seit über 2000 Jahren viele versucht haben, Menorca zu erobern. Zur Verteidung befinden sich am Eingang des Hafens zwei eindrucksvolle militärische Bauwerke: La Mola und die Festung San Felipe. Auf jedem Ufer eins, immer wachsam.

La Mola nennt sich auch „Festung von Isabel II“, da es diese Königin war, die den Auftrag zu ihrem Bau gab, um zu verhindern, dass die englische Flotte in den Hafen einfuhr. Die Gebäude sind noch sehr gut erhalten und können besichtigt werden. Ausserdem finden dort auch kulturelle Veranstaltungen statt.

Die Festung San Felipe, zusammen mit dem Fort Malborough, das in der Bucht San Esteban direkt daneben liegt, hatten eine wichtige Bedeutung gegen den Einfall anderer Völker. Das Fort wurde direkt auf dem Felsen von dem britischen Militär Sir John Churchill, Herzog von Malborough, erbaut.

Wir kommen wieder

Wow! Die Schiffsrundfahrt und die Geschichte des Hafens von Mahon haben uns unheimlich gut gefallen. Wir haben eine Menge gelernt! Hooky ist ganz begeistert und fängt gleich an, für jeden Tag einen Ausflug zu einer der Inseln und den Festungen zu planen, die wir heute gesehen haben.

Und, zum Abschluss des Tages, besuchen wir noch einmal die kleine Meerjungfrau, um uns von ihr zu verabschieden.

Übrigens, falls du auf unterhaltsame Weise etwas mehr über die Geschichte des Hafens von Mahón lernen möchtest, dann schau dir den Comic vom Yellow Catamaran an: Comic anschauen

Na, möchtest du den Hafen von Mahón kennenlernen?

 

Weiter lesen
Artikelsuche…

Share

Erhalte Angebote und Neuigkeiten

Ich habe die Datenschutzpolitik