Kiko, dein Reiseführer

Welche sind die schönsten Buchten im Naturschutzpark von Menorca? Besuche sie zusammen mit Kiko

Heute bin ich früh aufgestanden, denn ich mache einen Ausflug an einen nur wenig bekannten Strand, der für mich einer der schönsten im Norden von Menorca ist, Cala Tortuga. Ich werde ein Stück den Camí de Cavalls entlang wandern, um dorthin zu kommen, und dann im türkisblauen Wasser zu baden. Kommst du mit?

Im Naturschutzpark

Erinnert ihr euch an unseren Besuch beim Leuchtturm von Favàritx? Es war toll, diese dunkelgraue, leuchtende Felslandschaft dort an der Küste zu sehen. Ein Stück davor, auf der Landstraβe, habe ich Schilder gesehen, die den Weg zu zwei Buchten anzeigen, die sich im Naturschutzpark der Albufera des Grau befinden.

nullVon jetzt an dürfen wir nicht vergessen, dass wir uns in einem Naturschutzgebiet befinden. Man kann hier wandern, darf aber nichts in der Natur verändern. Gehen wir bei Son Camamil·la los? Das ist das Gut, das man durchqueren muss, um zu den Buchten Cala Presili und Cala Tortuga zu gelangen.

Igel” auf dem Weg

Der Camí de Cavalls, der die ganze Insel umrundet, ist hier ein breiter Weg und ganz einfach zu laufen. Glücklicherweise habe ich mir die Schirmmütze aufgesetzt und paar Flaschen Wasser mitgenommen! Es gibt hier fast gar keinen Schatten, und die Sonne brennt schon sehr heiβ.

Am Wegrand wachsen kleine Büsche, die „Socarrells”, von denen es eine ganze Menge auf Menorca gibt. Sie werden auch erizos” (Igel”) genannt, denn sie haben viele kleine Stachel. Doch da der Weg sehr breit ist, braucht man keine Angst zu haben, an ihnen hängenzubleiben.

Mit dem Fahrrad bis zur Lagune

Eine Familie fährt auf Fahrrädern an mir vorbei. Der Kleinste von ihnen hält an, um mich zu grüβen:

  • „Hallo, willst du die Schildkröten und Enten sehen?” fragt er mich.

  • Ein wenig überrascht erkläre ich ihm, dass ich zur Cala Tortuga unterwegs bin, um dort zu baden.

  • „Ich auch, aber vorher fahren wir zur Lagune de Morella, um dort die vielen Tiere anzuschauen. Willst du mit uns kommen?

Die Eltern entgegnen lachend, dass sie auf ihren Fahrrädern viel schneller sind als ich. Nachher werde ich sie am Strand sehen.

Die Seesterne an der Küste

Ich gehe zur Cala Presili hinunter. Das ist die erste Bucht, zu der der Camí de Cavalls führt. Von hier oben sieht das Meer einmalig schön aus. Da es noch sehr früh ist, sind kaum Leute da, so dass ich ungestört eine Weile schnorcheln kann, um die Fische und Seesterne an den Felsen zu beobachten.

nullIch dachte, dass die Strände im Norden Menorcas einen rötlich goldenen und grobkörnigeren Sand haben als die im Süden. Son Bou hat so einen hellen und feinen Sand! Aber Cala Presili ist eine Ausnahme. Der Sand ist ganz fein und hell und leuchtet zwischen den grauen Felsen, die bis zur Bucht reichen.

Die Dünen als Schutz zum Erhalt der Strände

Ein Schild weist darauf hin, dass man nicht die Dünen betreten darf, da es sich um eine empfindliche Landschaft handelt. Damit möchte ich sagen, dass, da in den Dünen viele Tiere und Pflanzen leben. Wenn wir sie stören, können wir leicht das ökologische Gleichgewicht ins Wanken bringen. Wusstest du, dass Dünen extrem wichtig sind, um den Sand der Strände zu erhalten?

nullVon hier aus kann man in der Ferne den Leuchtturm von Favàritx sehen, der in den Himmel hineinragt. Hier ist es wunderschön, aber wenn ich noch zur Cala Tortuga möchte, muss ich jetzt weitergehen. Ich räume meinen Rucksack und die Tasche zusammen, in der ich die Schale von der Banane aufhebe, die ich gegessen habe. Du weisst ja, dass man keine Abfälle am Strand zurücklassen darf!

Schildkröten, Frösche und bunt schillernde Libellen

Ich kehre zum Camí de Cavalls zurück und komme schon bald zur Laguna de Morella. Sie besteht aus Süβwasser und hat das ganze Jahr über Wasser, auch wenn sie in ganz trockenen Perioden völlig verlanden kann. Hier gibt es viele Wasserschildkröten, grüne Frösche und bunt schillernde Libellen. Ich sehe auch einige Enten, aber leider ich habe meine Ferngläser vergessen. Schade!

nullDer Weg zur Cala Tortuga führt an einem Holzgeländer entlang. Von hier oben sieht man das Meer in verschiedenen Blautönenen. Auf der einen Seite der Leuchtturm, auf der anderen der Strand, auf dem nur eine kleine Gruppe von Menschen zu sehen ist, die sich zum Baden fertig macht. Da will ich hin!

Schiffbrüchige in den Felsen

Von hier werde ich mich nicht mehr fortbewegen. Nach einem erfrischenden Bad zwischen den Fischen, bei dem ich entdeckt habe, dass einige von ihnen in den Klippen leben, die aus dem Wasser herausragen, liege ich nun im Sand.

Hier ist das Meer nicht sehr tief. Man hat mir erzählt, dass unaufmerksame Seefahrer, die sich der Bucht nähern, Schiffbruch erleiden können, wenn sie die Umgebung nicht gut kennen.

nullDie Familie mit den Fahrrädern bereitet sich zur Heimfahrt vor. Ich denke, dass auch für mich der Augenblick gekommen ist, zum Club Kikoland zurückzukehren. Ich muss noch bis zur Landstraβe zurückgehen, doch eine frische Brise macht mir den Weg angenehm.

Kennst du die Buchten im Norden Menorcas? Sie befinden sich in einem Naturschutzpark. Das Wasser ist ganz klar, und es gibt dort auch eine Lagune, die von viel Grün umgeben ist. Hast du nicht auch Lust, dorthin zu fahren?


GRUNDDATEN

  • Um zu dem Abschnitt des Camí de Cavalls zu kommen, der zur Cala Presili und Cala Tortuga führt, geht es zunächst nach Mahón (von Son Bou sind das 17 km) und von dort aus auf die Landstraβe Mahón - Fornells. Beim Kilometer 8,5 kommt die Abzweigung zum Leuchtturm.

  • Kurz vor dem Leuchtturm befindet sich auf der linken Seite ein Parkplatz. Gegenüber ist ein groβes Schild, auf dem der Weg zu den Buchten angezeigt ist.

  • Es fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel dorthin.

  • Die beiden Strände sind Naturbuchten, ohne Serviceleistungen. Man sollte nicht vergessen, Wasser, Sonnencreme, Schirmmütze und geeignete Schuhe mitzunehmen.

  • Es handelt sich um ein Naturschutzgebiet, in dem Tiere und Pflanzen respektiert werden müssen. 

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